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Was ist Diversity?:
Unter dem Begriff Diversity steht ein einfaches Prinzip: Anstatt nur einem Empfangssignal bekommt der Empfänger zwei Empfangs-signale aus zwei verschiedenen, leicht versetzten Antennen. Um das in der Praxis zu realisieren, gibt es drei Möglichkeiten:
1. Die einfachste besteht darin, an der Empfangselektronik zwei Antennen anzuschließen und die Signalstärke beider Antennen zu vergleichen. Das stärkste Signal wird verarbeitet. Ob dieses Signal aber nach der Verarbeitung innerhalb der Empfangs-elektronik am Ende tatsächlich das Beste ist, ist damit nicht gewährleistet. Dazu kommt, daß das Umschalten von einer Antenne zur
anderen Geräuschen verursachen kann, die anschließend in der Elektronik verstärkt werden und deutlich hörbar sein können. Diese Methode nennt man „Antennen-Diversity“. Es wird nur noch selten eingebaut, befindet sich aber nach wie vor am Markt.
2. Die am weitesten verbreitete Methode ist die so genannte „True-Diversity“. Im Gehäuse sind vereinfacht dargestellt zwei komplette Empfänger eingebaut, jeder mit eigener Antenne. Beide Signale werden separat verarbeitet und erst am Ausgang miteinander verglichen - das beste Signal wird dann heraus-gegeben. Diese Methode ist relativ einfach zu realisieren und hat, abgesehen von höheren Herstellungskosten im Vergleich zur „Antennen-Diversity“, keine nennenswerten Nachteile.
3. Die hochwertigste Methode „True-Mixed-Diversity“ geht noch einen Schritt weiter: Wenn von beiden empfangenen Signalen nach der elektronischen Verarbeitung nur einer brauchbar ist, arbeitet das „True-Mixed-Diversity“ nicht anders als die vorherige Methode: Das gute Signal wird weitergeleitet, das schlechte ignoriert. Sind aber beide Signale gleich gut, werden diese zusammengemischt. Dies bringt einen erheblichen Vorteil in Bezug auf den Rauschabstand, der dadurch um 3dB höher liegt.
Was ist companding:
Das Englische Wort „Companding“ stammt aus der Zusammenstellung „Compression“ und „Expanding“. Es beschreibt folgendes System: Vor der Übertragung des Signals muss dieses komprimiert werden und nach
dem Empfang wieder de-komprimiert. Wenn dieses nicht sehr sorgfältig geschieht, können drei Effekte auftreten:
1. Die verschiedenen Frequenzen, aus denen ein Ton letztendlich besteht, werden unterschiedlich behandelt mit dem Ergebnis, dass das Klangbild nach der Übertragung geändert wird: Mehr Bässe, weniger Hoch-Töne. Hochwertige Anlagen lassen das Klangbild unverfälscht.
2. Es tritt eine Verzögerung zwischen der tatsächlichen Lautstärke des Signals und der Wiedergabe auf, weil Compressor und Expander nicht genau zeitgleich arbeiten. Das einfachste, dies festzustellen, ist, genau zu hören, ob nachdem die Sprache übertragen wurde, die Grundgeräusche für eine kurze Zeit etwas lauter sind. Dieses sollte natürlich bei einer hochwertigen Anlage nicht passieren.
3. Das Companding System muss in der Lage sein, auch sehr hohe Signale zu verarbeiten. Ist dies nicht der Fall, „kracht“ das Signal, wenn das System an seine Grenzen stößt. Hier auch ein einfacher Test: Man schüttelt einen Schlüsselbund neben dem Mikrofon. Es dürfen keine Störgeräusche hörbar sein. Wenn doch, ist der Compander bereits an seinen Grenzen angekommen.
Features – Micron
Flexibilität:
Bereits die kleinste Micron Anlage bietet 16 Kanäle, so kann man sicher sein, immer eine freie Frequenz zu finden. Diese Frequenzen werden direkt bei der Herstellung festgelegt, können aber im Nachhinein durch eine Umprogrammierung in unserer Werkstatt
geändert werden. Am anderen Ende der Produktpalette bietet Micron Funkstrecken mit bis zu 256 Kanälen. Diese eignen sich für Operateure, die Weltweit drehen und sicher sein wollen, immer eine zugelassene freie Frequenz nützen zu können. Um die Vorlieben des Anwenders nicht zu begrenzen, sind alle am Markt erhältlichen Ansteckmikrofone adaptierbar. Natürlich können alle am Markt bekannten Mikrofone an den Explorer Anlagen angeschlossen werden.
Zuverlässigkeit und Robustheit:
Alle Steckverbindungen nutzen Stecker der Marken Hirose ® oder Lemo ®, die in unserer Branche weit verbreitet sind und ihre Qualität längst unter Beweis gestellt haben. Die Gehäuse der verschiedenen Sender bzw. Empfänger sind aus Metall gefertigt und nicht
aus Kunststoff, um eine Beschädigung im rauen Alltag zu vermeiden. Das Akkufach (9V Block) ist direkt im Gehäuse integriert, was die Anschaffung, den Verlust oder die Beschädigung zusätzlichen teueren Zubehörs vermeidet. Micron gewährt auf alle Produkte 2 Jahre Garantie.
Schnelligkeit:
Die Handhabung der verschiedenen Sender ist besonders intuitiv: Mit einem Drehschalter wird die Frequenz gewählt, mit einem anderen der Ausgangspegel; mit dem Einstecken eines Audiokabels (Mikrofon, Mischer,…) schaltet sich automatisch der Sender ein und ist drehbereit. Zwei Anzeigen informieren über den Akkuzustand sowie über das Überschreiten der 0db-Grenze. Das gleiche gilt für den Empfänger: Drehschalter bedienen die Konfiguration, LED-Anzeigen geben Auskunft
über die korrekte Funktion des Diversity Systems und den Akkuzustand. Je nach Version wird sogar der Akkuzustand des Senders an den Empfänger übertragen und dort angezeigt.
Übertragungsqualität:
Das Micron Companding System (siehe unten) gehört zu den besten am Markt: Unverfälschtes Klangbild, zeitgleiches Arbeiten von Compressor und Expander sowie sehr hohe Leistungsreserven. Ausnahmslos alle Diversity Empfänger von Micron arbeiten nach der „True-mixed-Diversity“ Methode (siehe unten), was sowohl eine hohe Empfangs-Sicherheit als auch einen hohen Rauschabstand gewährleistet.




